Auf die Freude, Til Schweiger als Lehrer vor der Tafel stehen zu haben, müssen die Mädels in Deutschland leider verzichten - zugunsten des Schauspielens hat sich Schweiger damals gegen die angestrebte Paukerkarriere entschieden und sein Germanistikstudium abgebrochen. Heute ist er erfolgreich als Schauspieler, Regisseur und Produzent tätig.

In den 90er Jahren startete der 1963 geborene Kinomagnet mit Filmen wie der Schwulenkomödie "Der bewegte Mann" und der Tragikomödie "Knockin' on Heaven's Door" durch und machte sich einen Namen. Mit viel Arbeit hat er sich seinen Ruhm erkämpft und dabei keine Karrierestufe ausgelassen: Angefangen hat er seine Karriere als Jo Zenker aus der "Lindenstraße". Leinwanddebüt feierte er als Proll in "Manta, Manta" (1991), den Kinohit "Knockin' On Heavens Door" (1997) schrieb und produzierte er selbst. Ganz glatt verlief sein Weg zum Erfolg nach dem steilen Start nicht: Sein Regiedebüt "Der Eisbär" (1998) wurde kein Hit und auch seine Hollywood-Karriere lief mit Rollen in "Driven", "Lara Croft: Die Wiege des Lebens" und "King Arthur" eher stockend an.

Mit seiner zweiten, erfolgreichen Regiearbeit "Barfuss" (2005) zeigte er aber, dass er es auch hinter der Kamera kann. 2007 folgte "Keinohrhasen", der über 6 Millionen Zuschauer in die Kinos zog. Im Zuge von "Keinohrhasen" gelangte Schweiger trotz Erfolg auch mit Negativschlagzeilen in die Presse: Als die Deutsche Filmakademie seinen Film nicht für den Deutschen Filmpreis nominierte, bezeichnete er dieses als "skandalös". Einen Film mit so vielen Zuschauern zu übergehen, stattdessen Filme zu nominieren die "keine Sau kennt" wäre nicht in Ordnung. Ergebnis: Schweiger kündigte den Austritt aus der Akademie an.

Nach dem Kinostart seiner ritterlichen Komödie "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" 2008, ist jetzt "Keinohrhasen 2" in Planung: die Dreharbeiten mit Nora Tschirner und Til Schweiger selbst in den Hauptrollen sollen im Mai 2009 beginnen.